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Malteser Rettungsdienst

"Mein Beruf ist ein Stück auch Berufung"

Frau in Führung: Jasmin Oudeman leitet seit 2015 die Rettungswache der Malteser im ostwestfälischen Gütersloh.

Seit 10 Jahren ist Jasmin Oudeman bei den Maltesern. Gelernt hat die gebürtige Hamburgerin den Job als Rettungsassistentin beim DRK in Schleswig-Holstein. Seit Anfang 2015 leitet sie die Malteser Rettungswache im westfälischen Gütersloh: „Ich habe viel Rückhalt, ein gut funktionierendes Netzwerk – und einen interessanten und abwechslungsreichen Job“, sagt die 36-jährige Mutter von drei Kindern.

Jasmin Oudeman führt fast 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Mein Beruf ist ein Stück weit auch Berufung. Frauen haben es auch heute nicht überall leicht in dem einst männlich dominierten Rettungsdienst.“ Dabei sind die Kollegen schon weiter als viele Patienten: „Man hört schon mal einen blöden Spruch, wenn ein reines Frauenteam einen Patienten mit dem Tragestuhl aus dem dritten Stock holen muss. Aber zur Not können wir die Hilfe von der Feuerwehr anfordern; das tun die männlichen Kollegen im Zweifel auch. Wir haben alle nur einen gesunden Rücken und das soll auch so bleiben!“

Seit immerhin 40 Jahren gibt es Frauen im Sanitätsdienst – und heute ist fast jeder zweite Neuzugang weiblich. „Glücklicherweise besetzen die Kolleginnen immer häufiger auch Führungspositionen, gerade auch bei den Maltesern“. Zum Vergleich: Beim ADAC sind gerade mal 9 weibliche gelbe Engel unterwegs – gegenüber mehr als 1300 männlichen Pannenhelfern.

Mit dem Umzug an den neuen Standort der Rettungswache in Gütersloh stand für die Wachleiterin bereits kurz nach dem Start eine besondere Herausforderung ins Haus. „Das war schon eine logistische Herausforderung. Aber alle Kollegen haben bestens mitgezogen – und mittlerweile sind wir angekommen.“

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