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Malteser Rettungsdienst

Interhospitaltransporte im Verlegungs-RTW

Mit einem speziellen Verlegungsrettungswagen antworten die Malteser auf neue Anforderungen und schaffen damit neue Betätigungsfelder für die Mitarbeiter im Rettungsdienst. Zum Beispiel in der Städteregion Aachen. Dort ist, wie vielerorts, der Verlegungsbedarf auch von intensivpflichtigen Patienten infolge der Spezialisierung von Krankenhäusern deutlich angestiegen.

Seit 2015 schließt der Malteser Verlegungs-RTW dort die Lücke zwischen den primären Rettungsmitteln, die im Falle von Verlegungen nicht für Notfalleinsätze zur Verfügung stehen und dem eigentlichen Intensivtransportwagen (ITW), der in der Regel nicht kurzfristig für unverzügliche Notfalltransporte bereitsteht.

Die Rettungsassistenten auf dem VRTW verfügen über die nötige Routine im Umgang mit intensivpflichtigen Patienten und dem dazugehörenden Equipment, das den RTW-Besatzungen meist fehlt. Wie Flugrettungsassistenten sind sie in einem von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zertifizierten Lehrgang besonders geschult. Bei Bedarf geht ein Notarzt mit an Bord.

Das Spezialfahrzeug ist mit einem Schwerlasttragensystem und Luftfederung ausgestattet. An der Längswand sind EKG/Defibrillator (mit invasiver Blutdruckmessung), ein Beatmungsgerät für druck- und volumenbasierte Beatmungstechniken und eine Absaugpumpe befestigt.

Da die Rettungswache in unmittelbarer Nähe der Malteser Rettungsdienstschule Aachen liegt, wurde ein zweiter, identisch ausgestatteter RTW angeschafft, der von der Schule zu Ausbildungszwecken genutzt wird und im Bedarfsfall als Ersatz-VRTW zur Verfügung steht. So erhalten bereits Auszubildende Einblick in den Interhospitaltransfer. Diese enge Zusammenarbeit von Rettungswache und Ausbildung ist typisch für die Malteser.

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